Urelefanten & Co in Oberbayern

Bayern sah vor 15 Millionen Jahren ganz anders aus als heute. Es war wesentlich wärmer, weite Wälder durchzogen ebenso das Land wie zahllose Sümpfe, breite Flüsse und große Seen. Die Landschaft glich wohl eher dem heutigen brasilianischen Pantanal.

Die Zeugen dieser großen Gewässer sind heute in Form von Sand- , Kies- und Mergelgruben zu sehen. Diese Ablagerungen werden Molasse genannt. Aus der Oberen Süßwassermolasse stammen die hier gezeigten Fossilien -  Überreste aus Flora und Fauna.

Neben Urelefanten gab es weitere große Säugetiere, wie verschiedene Nashornarten (mehr als es heute noch gibt), Urschweine, frühe Hirsche und die sehr urtümlichen Krallentiere, die auf überlangen Krallen gingen und von der Statur eher an Gorillas erinnern. Neben den großen Pflanzenfressern gab es auch große Räuber, wie Hundbären und Raubkatzen. In den Flüssen lebten Schildkröten, Schlangen und Krokodile. Neben fossilen Tieren sind auch fossile Überreste von verschiedenen Pflanzen überliefert.

Jedoch sei erwähnt, dass Fossilien aus dieser Zeit bei uns äußerst selten sind. Die meisten Funde (sofern sie nicht übersehen werden) sind bei Erdarbeiten in Gruben möglich.

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