Die Grube Messel - Ein Pompeji der Paläontologie

Was Pompeji für die Archäologie, bedeutet Messel für die Paläontologie. Hier stieß durch Zufall ein Naturforscher Ende des 19. Jahrhunderts auf die Knochenabdrücke eines Krokodils, wodurch die Fachleute für weitere Nachforschungen sensibler wurden.

Vor ca. 47,5 Millionen Jahren war die Ölschiefergrube ein blühender Lebensraum, ein See, gelegen in einem tropischen Regenwald. Das Gebiet lag vor der Kontinentalverschiebung noch auf der Höhe des heutigen Siziliens, also näher am Äquator. Doch die klimatischen Bedingungen veränderten sich und was auf den Boden des Sees sank, wurde wegen des Sauerstoffsmangels am Grund schnell bedeckt und schließlich fossil.

Berühmt ist die Grube Messel vor allem für sein "Urpferdchen". Bisher wurden von diesen katzengroßen Vorläufern der heutigen Pferde nur knapp 40 Exemplare entdeckt. Eines davon können Sie bei uns neben Schildkröten, Fledermäusen, Fischen und Vögeln bestaunen.

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