Die Grube Messel - Ein Pompeji der Paläontologie

Was Pompeji für die Archäologie, bedeutet Messel für die Paläontologie. Hier stieß durch Zufall ein Naturforscher Ende des 19. Jahrhunderts auf die Knochenabdrücke eines Krokodils, wodurch die Fachleute für weitere Nachforschungen sensibler wurden.

Vor ca. 47,5 Millionen Jahren war die Ölschiefergrube ein blühender Lebensraum, ein See, gelegen in einem tropischen Regenwald. Das Gebiet lag vor der Kontinentalverschiebung noch auf der Höhe des heutigen Siziliens, also näher am Äquator. Doch die klimatischen Bedingungen veränderten sich und was auf den Boden des Sees sank, wurde wegen des Sauerstoffsmangels am Grund schnell bedeckt und schließlich fossil.

Nirgendwo gibt es so viele Fossilien auf so engem Raum und kaum irgendwo sind sie so gut erhalten wie hier. Einer der berühmtesten Funde ist das „Urpferd“, ein Vorfahre unseres heutigen Pferdes.

Diese Schätze aus dem Mittel-Eozän sind so einzigartig, dass die Vereinten Nationen die Grube Messel im Jahre 1995 zum „Weltnaturerbe der UNESCO“ erklärten.

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