Die Eiszeit- schwierige Bedingungen für Mensch und Tier

In Deutschland sind Funde von eiszeitlichen Tieren nicht selten. In den Ablagerungen der Rheinebene werden durch den kommerziellen Kiesabbau massenhaft Überreste von Mammuts, Bisons, Riesenhirschen u.a. entdeckt. Auch in Bayern waren und sind bedeutende Funde von eiszeitlichen Tieren möglich. Vor allem in den Höhlen der Alpen und der fränkischen Schweiz können Nachweise von Tieren der Eiszeit entdeckt werden. Am spektakulärsten ist wohl der Fund eines nahezu vollständigen und außergewöhnlich großen Mammuts aus Siegsdorf bei Traunstein. Zusammen mit dem Mammut wurden noch weitere Reste von Nashorn, Wolf, Riesenhirsch und sogar ein fast komplettes Skelett eines Höhlenlöwen (!) entdeckt.

Nachdem der Neandertaler schon seit Beginn der Eiszeit in Mitteleuropa lebte, trat vor gut 40.000 Jahren der erste moderne Mensch (Homo sapiens) erstmals in Erscheinung. Warum der Neandertaler vor ca. 30.000 Jahren ausstarb, ist bisher unbekannt. Es fällt nur auf, dass die Population nach dem Eintreffen der ersten „modernen Menschen“ stark sank. Kämpfe von Stämmen verschiedener Menschenarten dürften unwahrscheinlich gewesen sein, da die Populationsdichte in Mitteleuropa sehr gering war.

Ebenfalls ungeklärt ist, warum die großen Säugetiere plötzlich vor ca. 10.000 Jahren ausstarben. Vermutlich kamen sie mit den wechselnden Klimabedingungen einer weiteren warmen Periode (in der wir heute auch noch leben) nicht klar.

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